Schotterboy Tipps

 

Das Arbeiten mit dem Schotterboy

Den Schotterboy in geschlossenem Zustand auf das Gleis stellen und mit Steinschotter befüllen. Das Öffnen erfolgt durch einfaches Schieben des Plexiglaskörpers auf dem Unterteil. Nach dem Öffnen in einer gleichmäßig mittleren Geschwindigkeit über das Gleis fahren. Gegen Ende des Vorrates im Trichter anhalten, auffüllen und einfach weiterfahren. Eine weitere Möglichkeit ist, so lange zu fahren bis der Inhalt aufgebraucht ist.
Anschließend den Schotterboy vom Gleis nehmen, schließen, auffüllen und ein wenig zurückversetzt wieder aufs Gleis stellen, öffnen und weiterfahren.
Sie arbeiten in dem Fall (fast) ansatzlos. Dieses ist auch die Vorgehensweise beim Weiterarbeiten von bereits geschotterten Bereichen. Es besteht auch die Möglichkeit überhöhte Gleise (Gleisbögen) zu schottern. Dabei ist nur darauf zu achten die Arbeitsgeschwindigkeit zu verlangsamen, da auf der Außenseite mehr Schotter benötigt wird. Ein leichtes „Klopfen“ auf den Trichter hilft dabei, den Fluss des Schotters zu gewährleisten. Vorbildgerechte Steigungen und Neigungen können (unter Vorbehalt) auch mit dem Schotterboy eingeschottert werden.

Wichtige Tipps:
Kunststoffschotter eignet sich wegen der statischen Aufladung des Materials nicht. Korkschotter hat nicht das nötige Eigengewicht!
Die Praxis hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, vor dem Einschottern die Seite neben den Böschungen und die Böschung mit leicht verdünntem Weißleim einzustreichen. Danach mit dem Schotterboy einschottern und den Weißleim trocknen lassen. Anschließend mit einem Pinsel auf den Innenseiten des Gleises entlang arbeiten. Verfangene Steinchen, die sich zwischen Schiene und Kleineisen verklemmt haben, werden so entfernt. Außerdem arbeiten sie so eventuell überflüssigen Schotter von den Schwellen. Die Art des Pinsels (Haar- oder Borstenpinsel) hängt von der gewählten Körnung und dem Gleismaßstab ab.
Von vorhandenen fertigen Stücken und Weichen wegarbeiten. Manchmal lässt es sich jedoch nicht vermeiden auf fertige Stücke oder Weichen zu zuarbeiten. In diesem Fall den Schotterboy früh genug schließen und weiterfahren, bis die Abstreifer den Vorrat unter dem
Schotterboy verteilt haben. Das Reststück muss von Hand nachgearbeitet werden.
Weichen müssen nach wie vor von Hand eingeschottert werden! Besonders wichtig dabei ist die Leichtgängigkeit der Stellschwelle und der Weichenzunge.
Falls eine Schwergängigkeit beim Öffnen und Schließen des Schotterboy auftreten sollte, empfiehlt es sich, dass Gerät zu reinigen. Auf keinen Fall Öl verwenden! Dieses führt zum Verkleben von Unter- und Oberteil, da im Steinschotter immer ein gewisser Anteil Staub ist. Sie vermeiden so auch dem „Schmirgeleffekt“. Auspusten reicht meist aus.
Beim Märklin K- Gleis muss das Mittelteil unter dem Wagen selbst nachgearbeitet und angepasst werden! Dazu die Schrauben unter dem Schotterboy lösen, die Kunststoffplatte und die Gummilippe entnehmen, nachfeilen, und erst ohne Platte und Lippe probieren. Bei ausreichendem Abstand wieder zusammenbauen.



Fixierung des Gleisbettes nach dem Einschottern

Hier nun das wahrscheinlich beste Beispiel wie es die meisten Modellbahner und auch die „alten Hasen“ machen.
Schotterbett mit einer handelsüblichen Blumenspritze, die zuvor mit Wasser und einem Tropfen Spülmittel gefüllt wurde, anfeuchten und durchfeuchten lassen. Anschließend mit Leimwassergemisch, in dem sich auch ein Tropfen Spülmittel befinden sollte, beträufeln. Zum Aufbringen des Leimwassergemisches eignet sich eine Pipette oder eine Spritze. Fehlstellen können mit einem Pinsel sofort nachgearbeitet werden. Nach dem Trocknen die Strecke mit einem „alten“ Waggon abfahren und Steinchen, die sich beim Leimen aufgestellt haben, ausfindig machen und mit einem Spitzbohrer oder kleinem Schraubendreher entfernen. Die Gleise mit einem Staubsauger absaugen und die Schienenköpfe reinigen.
Es ist sogar möglich einige Gleisbauschrauben- oder nägel nach dem Trocknen des Gleisbettes zu entfernen. Dies entkoppelt das Gleis vom Unterbau und die Züge fahren wesentlich leiser.

Wichtige Tipps:
Die Düseneinstellung der Blumenspritze muss nach Gleis und Schotter eingestellt werden. Nach ein paar Versuchen werden Sie den Abstand zum Gleis und die Düseneinstellung gefunden haben.
Ein Tropfen Spülmittel im Wasser zum Anfeuchten und im Leimwasser bricht die Oberflächenspannung des Wassers. Beide Flüssigkeiten verteilen sich besser.
Vorhandene fertige Anlagenteile beim Anfeuchten schützen.
Fehlstellen von Hand gleich nacharbeiten und gegebenenfalls mit der Blumenspritze oder Leimwasser nacharbeiten. In den meisten Fällen reicht die Blumenspritze, da sich oft genug Leimwasser im Schotter befindet.
Unbedingt die Trockenzeit einhalten!
Schienenköpfe reinigen um den Stromfluss im Gleis zu gewährleisten. Beim Märklin K- Gleis zusätzlich den Mittelleiter.
Das Entfernen von Gleisschrauben- oder nägeln, wie oben beschrieben, unter Vorbehalt und nach eigenem Ermessen.
Weichen sollten befestigt bleiben, speziell bei Unterflur- Weichenantrieben.

Wir weisen darauf hin, dass unsere Tipps unverbindlich und nicht allgemeingeltend sind.